Pünktlich zum Frühlingsanfang kamen ca. 75 Alpakazüchter aus dem
östlichen Teil Deutschlands auf den Fichtelberg nach Oberwiesenthal, um
wieder der Einladung zum Stammtisch Ost zu folgen.
Wir haben uns natürlich sehr über die rege Beteiligung gefreut und denken, dass es für alle Anwesenden ein informativer, aber vor allem auch schöner Tag unter Gleichgesinnten war.
Den Auftakt zu einer Reihe von interessanten Vorträgen machte Dr. Eberhard Manz von Generatio, Heidelberg. Er referierte über die Risiken und Chancen der Linienzucht bei Alpakas. Hierbei handelte es sich um den Originalvortrag von Dr.Jarvis, USA, vorgestellt auf der JHV des AZVD 2009. Es wurden die Grundlagen nach Mendel in der Vererbungslehre erklärt und wie Dr.Jarvis diese in seiner Alpakaherde umgesetzt hat. Die Gefahren und Vorteile der Linienzucht wurden erläutert. Sicher ist dies ein sehr kompliziertes und schwieriges Thema und darum haben wir uns nach diesem Vortrag erst einmal gemütlich zu Mittag gegessen.
Nach der Pause berichtete Herr Dr.Manz über die Arbeit in seinem Labor bei Generatio und erläuterte die Arbeitsweise der DNA-Registrierung sowie die neuen Möglichkeiten eines Abstammungsnachweises für die Tiere. Dabei wurde deutlich, dass nicht alle Labore, welche eine Registrierung anbieten, diesen Standard und Service gewährleisten können. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei Dr.Manz für die beiden interessanten und aufschlussreichen Vorträge bedanken.
Im Anschluss berichtete Dominik Müller, als Organisator der diesjährigen AZVD-Show, zum Stand der Vorbereitungen der 6.AZVD-Alpaka-Zucht-Schau. Der Nachmittag wurde durch einen Diavortrag von Jürgen Hebert aus Zinnwald abgerundet. Er zeigte uns sehr schöne Bilder der vergangenen Alpaka-Trail Veranstaltungen und richtete auch noch einige Worte an die Versammlung. Hiernach informierte Hans Hennig noch kurz über den Stand seiner Bemühungen bei Ministerium bezüglich der Wolfsproblematik. Bevor es zur angekündigten „Sensation“ kommen sollte, war es jedoch höchste Zeit für eine Tasse Kaffe und eine kleine Stärkung.
Man verspürte vor dem letzten Vortrag des Tages eine regelrechte Anspannung unter den noch anwesenden Teilnehmern, woran auch Fritz, bekannt durch seine andere Art, nicht ganz unschuldig war. Jeder schaute gespannt auf die Leinwand welche noch nichts verriet und d i e Frau, welche keinem aus unseren Züchterkreisen bekannt war. Umso größer war die Begeisterung über den Vortrag von Frau Conny Böhme zum Bau und Betrieb der ersten Mini-Mill in Deutschland, die sogar rechtzeitig zur diesjährigen Schur arbeiten wird. Frau Böhme erklärte anhand von Bildern die einzelnen Maschinenteile und deren Arbeitsweise und berichtete über ihren Besuch in Schweden bei welchem sie die Möglichkeit hatte mit der Maschine zu arbeiten. Dadurch wird Frau Böhme aber sicher in Zukunft jedem in Deutschlands Alpakaszene ein Begriff sein. Sie hat viel Mut gezeigt, um ein Projekt was uns alle begeistert, zu realisieren. Wir wünschen ihr die Kraft und vor allem die Unterstützung der Alpakahalter um dieses Vorhaben zum Erfolg zu bringen.
Zum Schluss möchten wir nochmals allen Teilnehmern und Referenten herzlich danken, die den Frühlingsanfang zusammen mit uns bei Nebel und Schnee im zünftigen Fichtelbergsturm verbracht haben. Bis zum nächsten Mal.
Romy & Fritz
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